Eine vollständige Fallstudie vom Design bis zur Fertigung – handgezeichnetes Konzept, 3D-Rendering und der fertige Flagship-Store – für die belgische königliche Schmuckmarke Leysen 1855.
Leysen 1855 ist ein belgisches Juwelierhaus, das 1855 in Brüssel gegründet wurde, 1967 vom belgischen Königshaus zum Hoflieferanten ernannt wurde und international für seinen Diamantschliff „Blue Flame“ sowie seine Smaragd- und Jadekollektionen bekannt ist. Als die chinesische Niederlassung der Marke (Leysen Tongling / 莱绅通灵) ein repräsentatives Vitrinensystem für ihr Filialnetz benötigte, wurde PSP Displays mit dem gesamten Prozess beauftragt: von der Konzeptskizze über die 3D-Visualisierung und die Vitrinenfertigung bis hin zur Installation vor Ort.
Diese Fallstudie beschreibt diesen Prozess von Anfang bis Ende – von der ersten Bleistiftskizze des Schaufensters bis zum fertigen, fotografierten Laden.
Bevor eine 3D-Datei erstellt wird, erarbeitet das Designteam von PSP Displays die Geometrie der Vitrine zunächst auf Papier. Beim Leysen-Projekt bestand die zentrale Herausforderung in einer kreisförmigen Theke, die aus mehreren gebogenen und eckigen Vitrinenmodulen zusammengesetzt sein musste. Diese Module mussten zu einem durchgehenden Ring zusammengefügt werden können – und gleichzeitig die unabhängige Fertigung, den Versand und die Wartung jedes einzelnen Moduls ermöglichen.
Die Konzeptskizzen arbeiteten sich Stück für Stück durch dieses Puzzle: einzelne, gebogene Glasmodule mit goldverzierten Rändern, ein quadratisches Mittelmodul für ein einzelnes Hauptmotiv und die Art und Weise, wie sich der Sockel jeder Einheit verjüngt und von einem tiefen Marineblau zu einem helleren Farbverlauf abschließt. In einer zweiten Skizzenserie wurde ein passendes Präsentationssystem entwickelt – fünf Glasvitrinen in unterschiedlichen Höhen, die für kleine, figurative Requisiten ausgelegt sind, die mit der Storytelling-Thematik der Markenkollektion verknüpft sind. Jede Vitrine steht auf einem eigenen marineblau-goldenen Sockel.
Dieser Ansatz, bei dem zunächst eine Skizze erstellt wird, ist für einen B2B-Einkäufer, der Hersteller bewertet, von Bedeutung: Er macht den Unterschied aus zwischen einer Fabrik, die aus einem Katalog von Lagerteilen montiert, und einer, die ein Vorzeigesystem entwickelt, das zu einer spezifischen Markenbotschaft und einem bestimmten Grundriss passt.
Nachdem die Geometrie der Vitrine festgelegt war, wurde das Design in die vollständige 3D-Visualisierung überführt – dabei wurde das Vitrinensystem in die eigentliche Ladenhülle eingefügt, wobei Beleuchtung, Beschilderung und Deckengestaltung als eine einzige Umgebung spezifiziert wurden.
Die Renderings zeigen zwei miteinander verbundene Vorzeigekonfigurationen, die aus derselben modularen Sprache erstellt wurden:
Das kreisförmige Inselsystem besteht aus sieben bis acht geschwungenen und kantigen Vitrinenmodulen, die einen geschlossenen Ring bilden und auf einem passenden runden Teppich im Zentrum der Haupthalle stehen. Jedes Modul verfügt über einen eigenen beleuchteten Sockel und ein goldverziertes Glasdach, sodass der Ring als ein skulpturales Herzstück wirkt und gleichzeitig Modul für Modul voll funktionsfähig bleibt.
Die historische Deckeninstallation – ein geschwungener, hinterleuchteter Baldachin über der runden Vitrine, bedruckt mit Schwarz-Weiß-Archivbildern, die auf die belgische Königsgeschichte der Marke verweisen – verwandelt die Decke von einer rein funktionalen Fläche in eine erzählerische Ebene und bietet den Kunden beim Stöbern an der Theke darunter eine historische Erzählung.
Beide Konfigurationen stehen vor einem marineblauen Wandsystem mit dem Schriftzug „1855 Leysen“ in Leuchtschrift, flankiert von eingelassenen Wandnischen für die Präsentation von einteiligen Schmuckbüsten.
1. Modulare, runde Inseltheke: Das Herzstück der Haupthalle. Sie besteht aus individuell gefertigten, gebogenen und eckigen Glasmodulen mit gebürsteten, goldfarbenen Metallleisten, einer beleuchteten, weißen Ausstellungsfläche und einem marineblauen Sockel mit Farbverlauf. Die Module lassen sich je nach Grundriss des Geschäfts zu einem geschlossenen Ring oder einer offenen Hufeisenform zusammenfügen und bieten so Flexibilität für dieselbe Produktfamilie in unterschiedlich großen Filialen.
2. Gestaffelte Vitrinen für Figuren: Eine Reihe von Glasvitrinen unterschiedlicher Höhe, jede mit einem eigenen marineblauen und goldenen Sockel. Diese Vitrinen sind für kleine Skulpturen und Objekte zur Markenpräsentation und nicht für losen Schmuck konzipiert und werden üblicherweise vor dem Hauptvitrinenring als optischer Ankerpunkt gruppiert.
3. Wandeingelassene Schaufenster: Hinterleuchtete Nischenvitrinen, die in dekorative Wandpaneele integriert sind und als Schaufenster zur Straße hin dienen. Jede Nische präsentiert eine einzelne Schmuckbüste oder eine kleine Gruppe von Schmuckstücken vor einem dunklen, samtfarbenen Hintergrund, der von oben gezielt beleuchtet wird.
4. Die Theke am Rand des Verkaufsraums präsentiert sich mit geraden und leicht geschwungenen Glasarbeitsplatten, die die Wände der Haupthalle säumen und für das Standardsortiment verwendet werden. Die gleiche Materialkombination aus Goldverzierungen und marineblauem Grundton wie bei der Kücheninsel sorgt dafür, dass der gesamte Verkaufsraum als einheitliches System und nicht als ein Mix verschiedener Einrichtungsarten wirkt.
5. Jade- und Edelstein-Ausstellungstheken Eine separate Thekengruppe für Jade-Armreifen, -Ringe und farbige Edelsteinstücke, die von den Theken für Diamant- und Goldschmuck getrennt ist und über eine eigene Lichtfarbe verfügt, um die Transluzenz von Jade präzise wiederzugeben.
Ein Schmuckvitrinensystem für eine 170 Jahre alte, königlich zertifizierte Marke muss mehr leisten als nur die Produkte zu präsentieren – es muss die Geschichte der Marke widerspiegeln, ohne das Geschäft in ein Museum zu verwandeln. Einige Entscheidungen in diesem Projekt basierten auf diesem Gleichgewicht:
Farbe als Markensymbol. Die tiefe Marineblau-Gold-Palette, die in allen Präsentationsformen – von der Verkaufstheke bis zum Schaufenster – verwendet wird, wirkt sowohl modern als auch formell und entspricht damit der internationalen Präsentation der Blue Flame-Diamantenlinie der Marke.
Die Decke als erzählerische Ebene. Anstatt historische Inhalte durch Wandtexte oder bedruckte Tafeln zu vermitteln, werden die Archivbilder über den Köpfen der Kunden auf einem skulpturalen Deckenbaldachin angebracht, sodass sie das Einkaufserlebnis einrahmen, ohne mit den Produkten um die Aufmerksamkeit zu konkurrieren.
Modularität für die flächendeckende Einführung. Da die runde Inseltheke aus wiederverwendbaren Modulen und nicht aus einem einzigen festen Gussteil besteht, kann dieselbe Designsprache in Filialen unterschiedlicher Größe und mit verschiedenen Grundrissen eingesetzt werden – ein geschlossener Ring in einem größeren Flagship-Store, ein offenes Hufeisen in einer kleineren Filiale –, ohne dass die Vitrine jedes Mal von Grund auf neu gestaltet werden muss.
Das fertige, installierte Geschäft entspricht weitgehend dem gerenderten Entwurf. Die runde Inseltheke ist mit Schmuck bestückt, der unter warmem LED-Licht präsentiert wird. Die marineblaue Wandbeschriftung und die goldenen Zierelemente fügen sich harmonisch in das Designkonzept ein, und die historische Bildsprache der Deckeninstallation ist von der Haupthalle aus gut erkennbar. Der Jade- und Edelsteinbereich im hinteren Teil der Halle verleiht dieser Produktkategorie innerhalb des gleichen Materialkonzepts eine eigene visuelle Identität. Im Durchgangsbereich der Mall präsentiert sich die zurückgesetzte Schaufenstervitrine als einzelnes, wirkungsvolles Element für die Passanten – eine kompakte und eindrucksvolle Anwendung derselben Designsprache wie im straßenseitigen Einzelhandel.
Kann PSP Displays ein Schaufenstersystem entwerfen, bevor 3D-Renderings oder Fertigungszeichnungen erstellt werden?
Ja. Bei Projekten mit komplexer oder ungewöhnlicher Vitrinengeometrie – wie beispielsweise einer modularen, runden Theke aus ineinandergreifenden, gebogenen Elementen – beginnt unser Designteam üblicherweise mit Handskizzen, um die Form und die Modullogik festzulegen, bevor es mit 3D-Rendering und technischen Zeichnungen fortfährt. Dies ist Standard für jedes Projekt, bei dem die Vitrine selbst, und nicht nur die Ladeneinrichtung, eine individuelle Entwicklung erfordert.
Lässt sich das gleiche Schaufensterdesign an unterschiedliche Ladengrößen innerhalb eines Einzelhandelsnetzwerks anpassen?
Ja. Modulare Präsentationssysteme, wie die kreisförmige Inseltheke, die in diesem Projekt verwendet wurde, sind speziell so konstruiert, dass die gleichen Einheiten neu konfiguriert werden können – ein geschlossener Ring für größere Geschäfte, ein offenes Hufeisen oder eine gerade Reihe für kleinere Formate – ohne dass die Einrichtung für jeden Standort von Grund auf neu entworfen werden muss.
Stellen Sie neben freistehenden Theken auch Wand- und Schaufenstervitrinen her?
Ja. PSP Displays fertigt die gesamte Palette an Schmuckdisplay-Formaten im eigenen Haus, darunter freistehende Insel- und Wandtheken, in die Wand eingelassene Nischenvitrinen, Schaufensterdisplays zur Straße hin und kategoriespezifische Theken (wie z. B. spezielle Jade- oder Edelstein-Displayeinheiten) mit maßgeschneiderter Beleuchtung.
Wie sieht der typische Zeitablauf für ein solches Schaukastensystem aus, von der Konzeptskizze bis zur Installation?
Bei einem Vorzeigeprojekt im Flagship-Bereich, das ein kreisförmiges Inselsystem, Wandvitrinen und eine kundenspezifische Deckeninstallation umfasst, beträgt der typische Zeitrahmen von der bestätigten Konzeption über die Fertigung bis zur Installation 3 bis 5 Monate, abhängig vom Auftragsvolumen und der Anzahl der beteiligten Filialen.
Arbeiten Sie mit der bestehenden visuellen Identität und den vorhandenen Materialien einer Marke?
Ja. Unser Designteam integriert die bestehende visuelle Identität, das Farbsystem und die historischen oder archivierten Inhalte einer Marke direkt in die Schaufenster- und Deckengestaltung, sodass die Verkaufsfläche die Markenbotschaft verstärkt und nicht davon getrennt existiert.
PSP Displays (浙江品尚品展示用品有限公司) ist ein 1998 gegründeter Hersteller von maßgefertigten Schmuckvitrinen und kompletten Ladenbaulösungen mit Sitz in Zhejiang, China. Wir beliefern Schmuckmarken, Einzelhandelsketten und unabhängige Händler in über 30 Ländern und übernehmen alle Leistungen von der Konzeptentwicklung und 3D-Visualisierung bis hin zur Fertigung und Installation in unserer eigenen Werkstatt.
Das Vorzeigeprojekt Leysen 1855 demonstriert unsere gesamte Kompetenz von der Konzeption bis zur Fertigung: von der ersten Skizze über die Entwicklung modularer Präsentationssysteme und markenintegrierte Decken- und Wandsysteme bis hin zur bundesweiten Serienproduktion. Für Projektanfragen besuchen Sie bitte [Link einfügen]. pspdisplays.com Oder kontaktieren Sie uns direkt.